I. PARK-QI-GONG Studie

Sponsor: ParkinsonFonds Deutschland

Ausgeschrieben von Prof. Dr. Daniela Berg und Dr. Eva Schäffer, Zentrum für Neurologie, Herti-Institut für klinische Hirnforschung und Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen Tübingen und fachlich geleitet von Dr. Thomas Milanowski => phoenix-ffm.de

Die PARK-Qi-GONG-Studie untersucht die Wirkung von QiGong bei Parkinson Betroffenen mit Idiopathischem Parkinsonsyndrom, die im Rahmen ihrer Erkrankung von motorischen Symptomen (wie beispielsweise Verlangsamung, Fallneigung oder Zittern), aber auch nicht-motorischen Symptomen (wie Veränderung der Stimmungslage) betroffen sind.

QiGong ist eine seit vielen Jahrhunderten bekannte chinesische Bewegungstherapie, die in einem ganzheitlichen Konzept unter anderem Körperhaltung, Beweglichkeit, Atemregulation, Konzentration und Entspannung trainiert.

Praktisch organisiert und durchgeführt wird die Studie in Frankfurt am Main von der Selbsthilfegruppe  e v a n d a  - Leben mit Parkinson e.V.

Im Rahmen der Studie wird das QiGong-Training mit einer Kontrollgruppe verglichen, die „normales“ physiotherapeutisches Training durchführt.

Das Training umfasst 10 Übungseinheiten. Zu Beginn und am Ende der Studie wird eine Ärztin der Universität Tübingen eine Untersuchung durchführen.

Die Studie ist „verblindet“, so dass der Untersucher nicht weiß, in welcher Studiengruppe sich der Parkinson-Betroffene befindet.

Ergebnisse der Studie => Untersuchung der Wirksamkeit von QiGong Training für Parkinsonpatienten

 

II. LOPCO – Chor mit logopädischem Hintergrund

Sponsor: ParkinsonFonds Deutschland

Es geht bei dieser Studie nicht allein um einen Chor, in dem nach Noten gesungen wird, vielmehr geht es um Improvisieren und Probieren, was man alles mit der Stimme machen kann. Dazu kommen Lust und Laune am Singen. Voraussetzung ist nicht Musikalität, viel wichtiger ist es, bereit zu sein sich mit anderen Teilnehmern zusammen zu tun und auszuprobieren, was alles mit der Stimme zu machen ist.

Chorleiter ist Jonathan Gansow, ein junger Mann mit viel Energie, Komponist, Chorleiter und Schulmusiker in einem.

LOPCO startete am Montag, den 09.11.15 im e v a n d a - Zentrum. Die zwölfte Übungsstunde endete am 29.02.16. Und das sehr zum Leidwesen der Teilnehmer, die mehrheitlich gerne das Projekt fortgeführt hätten.

Warum ist es für Parkinson Betroffene so wichtig bei einem solchen Projekt mit zu machen?

Die neuesten Forschungserkenntnisse gehen dahin, dass Menschen, die sich musikalisch betätigen, neue synaptische Verbindungen bilden; im Vergleich zu denen, die das nicht tun. Wir sind gut beraten, diese Erkenntnisse zu nutzen, denn es findet eine ganzheitliche Ansprache an Körper, Geist und Seele statt. Für Parkinson Betroffene bedeutet das ein zusätzliches Training zu Krankengymnastik, Logopädie und Depressionsbewältigung.

Christian Schöll von der Praxis für Logopädie und Kommunikation, Frankfurt, wird eingangs - sowie zum Ende der Studie - eine logopädische Statusuntersuchung von jedem Teilnehmer erstellen.